Universität Bayern e.V. fordert Nachbesserung der Professorenbesoldung
Nationale und internationale Konkurrenzfähigkeit muss gestärkt werden
Die Universität Bayern e.V. fordert eine radikale Reform der jetzigen Professorenbesoldung. "Die Reform der Professorenbesoldung 2002 hat ihr zentrales Ziel verfehlt, nämlich die Stärkung der nationalen und internationalen Konkurrenzfähigkeit der deutschen Hochschulen durch attraktive Leistungsanreize in der Besoldung", so der Vorsitzende der Universität Bayern, Prof. Dr. Alf Zimmer, Rektor der Universität Regensburg, gestern in Gießen.
"Die Umsetzung", so Zimmer weiter, "zeigt nach den Erfahrungen der letzten Jahre deutlich, dass diese Ziele nicht nur nicht erreicht wurden, sondern die Universitäten auch im nationalen Wettbewerb gegen gut dotierte Arbeitsangebote in Wirtschaft und außeruniversitären Forschungseinrichtungen immer öfter unterliegen".
Die Gründe liegen sowohl im Gesetz von 2002 mit der Festlegung unattraktiver Grundgehälter wie auch in der Handhabung des Gesetzes in Bayern, wo die vom Wissenschaftsministerium gegenüber dem Bund heraus gehandelten Freiräume nicht genutzt werden.
Die Universität Bayern e.V. fordert deshalb
1. eine Anhebung der Bemessungsgrundlage, die einheitlich für alle Universitäten gelten muss,
2. die Erhöhung der Mittel für Leistungszulagen entsprechend den feststellbaren Leistungssteigerungen und
3. die Herausnahme der Vergütung hoheitlicher und Funktions-Aufgaben aus dem System.
Nach der Förderalismusreform hat der Freistaat Bayern mit der eigenen Zuständigkeit jetzt die Chance, mit einem attraktiven Besoldungssystem Leistungssteigerungen am Wissenschaftsstandort noch stärker zu fördern.